Bienen statt Brache – Frank Schröder, GaLa-Bau-Unternehmer aus Lage-Hagen kann dank der Umkehrfräse UM41 von Agritec jetzt in einem Arbeitsgang alte Rasenflächen oder steinreiche Böden umgraben und eine Blumenwiese anlegen.

Alten Rasen vorsichtig abfräsen, den vorhandenen Oberboden abtragen und austauschen – derart aufwendige Maßnahmen werden bei der Anlage von Grünflächen in Gewerbegebieten und Kommunen selten getroffen. Schnell muss es gehen – schließlich handelt es sich nicht um die Gestaltung repräsentativer Gärten, sondern um funktionale Grünflächen. Immerhin werden die seit einiger Zeit immer häufiger artenreich begrünt. Wenn es um die Vorbereitung einer Fläche geht, um beispielsweise eine Blumenwiese anzusäen, ist die Umkehrfräse UM41 von Agritec ein praktischer Helfer für Frank Schröder und seine Mitarbeiter.

Das Gerät ergänzt seit einigen Monaten den Anbaugerätepark von GartenLandschaftsbau Schröder in Lage- Hagen. Ans Heck des Kompakttraktors montiert, lassen sich damit sechs Arbeitsgänge auf einmal erledigen: Fräsen, Vergraben von Steinen und Pflanzenresten, Planieren, Einsäen, Saat einarbeiten und den Boden verfestigen. „Mit einer normalen Fräse, deren Fräsmesser sich nur mit der Fahrtrichtung bewegen, kommt man schnell an seine Grenzen, was die Arbeitstiefe angeht“, erklärt Frank Schröder. Zudem wird das Material – Erde, Wurzeln, Rasen – zerkleinert, grobe Teile werden nicht untergeworfen, sondern liegen auf der Fläche. Anders die Umkehrfräse: Sie arbeitet gegen die Fahrtrichtung, nimmt den Boden auf und wirft ihn gegen ein Gitter. Grobe Bestandteile fallen vor das Gitter in die Fräsgrube. Nur was fein genug ist, fliegt durch das Gitter hindurch und bedeckt die groben Bestandteile. Eine pendelnd aufgehängte Nivellierplatte glättet Unebenheiten.

Ist die Umkehrfräse mit einem Saatkasten bestückt, wird das Saatgut auf dem Planum verteilt, mit einer zweiten Nivellierschiene wird es leicht eingearbeitet und anschließend mit einer Rasterwalze angepresst. Damit diese kraftzehrenden Arbeiten funktionieren, muss die Umkehrfräse schwer genug sein. „Da die Fräse auf der Gitterwalze über den Boden gleitet, kann sie bei Unebenheiten anfangen zu springen, wenn sie zu leicht ist.“, erklärt Schröder.

Als es im Unternehmen um die Entscheidung ging, welches Gerät angeschafft werden soll, wurde zunächst einmal die Umkehrfräse von Amazone unter die Lupe genommen. „Das ist eine der stärksten Fräsen, aber da sie für Kommunaltraktoren gedacht ist, hätten wir uns ein neues Trägergerät anschaffen müssen“, sagt Schröder. Also informierte er sich, welche Fräse für den vorhandenen Kompakttraktor mit 40 PS geeignet ist. Überzeugt hat ihn die Umkehrfräse von Agritec. Das Gerät arbeitet mit 540 Umdrehungen, hat eine Arbeitsbreite von 1,40 Metern und wiegt leer 560 Kilogramm (kg), mit Quarzsand über 600 kg. Mit Saatkasten kommt man auf eine Anbaulänge von 1,20 Metern. In Transportstellung gebracht fährt der Traktor samt Fräse zu den Einsatzorten in Gewerbegebieten und Kommunen. „Traktor und Umkehrfräse eignen sich natürlich nur für größere Flächen.“ Bei den oft schotterbelasteten Flächen und steinreichen Böden erleichtert die Umkehrfräse die Arbeit extrem. „Von der vermoosten Wiese zum Saatbeet kommt man mit nur einem Arbeitsgang“, begeistert sich Frank Schröder. Und das, obwohl Moos auch so manchen Umkehrfräsen Probleme bereitet. Was allerdings passen muss, ist das Wetter. „Im März waren die Böden bei uns in Ostwestfalen viel zu nass und hätten die Gitterwalze verklebt. Ist es hingegen zu trocken wie im April, kommen die Messer nicht richtig in den Boden.“ Ideal ist eine leicht feuchte Krümelstruktur des Bodens. Der Umgang mit der Umkehrfräse erschließt sich einem geübten Traktorfahrer schnell. „Man darf nicht mit der vollen Drehzahl fahren, sondern langsam und mit Gefühl – dann kann die Umkehrfräse gut arbeiten.“

Ganz wichtig für die Langlebigkeit des Gerätes ist eine Rutschkupplung. Sie wird zwischen Zapfwelle und Antrieb eingebaut und schützt das Gerät vor Überbelastung, beispielsweise wenn es auf ein Hindernis trifft. Insgesamt ist die Umkehrfräse wartungsarm. Zwar arbeiten sich die Messer nach und nach ab, das dauert allerdings einige Zeit. Sind sie verschlissen, werden sie gewechselt. Unbedingt erneuern sollte man abgebrochene Messer. „Das ganze Gerät hat sonst eine Unwucht.“

Dieser Artikel erschien in TASPO GARTEN-DESIGN 5|2020

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